Wechselschicht: Zulage ist zu versteuern

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass ein Zuschlag für Arbeit in Wechselschicht weiterhin steuerpflichtigen Arbeitslohn darstellt.
Im fraglichen Fall waren verschiedene Tag- und Nachtschichten durch den Arbeitnehmer zu übernehmen, für die er u. a. eine Nachtzulage und eine Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten erhielt. Die Nachtzulage wurde vom Finanzamt und dem Bund als Arbeitgeber steuerfrei belassen, die Wechselschichtzulage wurde als steuerpflichtig behandelt, wogegen der Arbeitnehmer klagte.
Steuerpflichtiger Arbeitslohn liegt selbst dann vor, wenn die Berechnung der Zulage auch vom Umfang der Nachtarbeit abhängt. Laut Gesetz sind nur Zuschläge „für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit“ von der Einkommensteuer befreit. Für „Zulagen für andere Erschwernisse“ gilt dies nicht.
In dem betreffenden Fall vor dem Finanzgericht Niedersachsen und dem BFH hängt die Zulage zwar auch von den geleisteten Nachtschichten und -stunden ab. Jedoch wird die „Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten“ nicht für die Nachtarbeit, sondern für die mit dem Wechsel der Arbeitszeiten verbundenen besonderen Belastung des Biorhythmus gezahlt. Somit kommt eine Steuerbefreiung nicht in Betracht.
Quelle: BFH (VI R 30/16)